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SAWADE-Pralinen

Firmengeschichte

Als der Schwede Linné im 18. Jahrhundert den Kakaobaum mit der Bezeichnung "Theobroma" (theos = Gott, broma = Speise) belegte, knüpfte er mit dieser Namensgebung an die damaligen Vorstellungen der Mayas an, die den Kakaobaum als ein Geschenk Gottes ansahen. Die Mayas in Yucatan berichteten bereits um 600 nach Christus von einer Wunderpflanze - dem Kakaobaum dessen Bohnen Grundlage für die heutige Schokoladenherstellung bilden und deren Beliebtheit über die Jahrhunderte hinweg wuchs und in immer größerer Vielfalt und Perfektion Jung und Alt erfreut.
Im niedersächsischen Steinhude wurde die erste deutsche Schokoladenfabrik im Jahre 1765 errichtet. Es dauerte dann jedoch noch bis 1880 bis in Berlins Mitte, Unter den Linden 19, SAWADE gegründet und aufgrund exzellenter Confiserie-Kunst bereits nach kurzer Zeit zum Hoflieferanten Seiner Königlichen Hoheit Prinz Wilhelm von Preußen erkoren wurde. Wie viele andere exklusive Firmen "Unter den Linden" wurde auch die Confiserie SAWADE Opfer des Zweiten Weltkrieges. Nach der Währungs-reform 1949, als der Inhaber Ulrich Spengler (*1921-?2008)  zunächst als Verkäufer in die Firma eintrat, war SAWADE auf Wohnungsgröße am Berliner Rüdesheimer Platz zusammengeschrumpft. Mehr als ein paar Geräte und Utensilien für dieHerstellung der Pralinen standen zur Wiederaufnahme nicht zur Verfügung. Nach kurzer Zeit erkannte Ulrich Spengler die elitäre Bedeutung der Marke SAWADE und die hohe Qualität der Produkte und entschloss sich 1953 den Markennamen vom damaligen Besitzer zu übernehmen. Es mutete anfangs doch mehr als exotisch an, dass er sich von Anfang an erneut dem Prinzip der bisherigen SAWADE Erfolgsgeschichte stellte: Bewahrung der alten raffinierten Rezepturen unter Verwendung erlesener Rohstoffe, sowie Kreativität und Liebe zur Fertigung immer neuer köstlicher Pralinen-Kompositionen und eine konsequente Orientierung an den Bedürfnissen der gehobenen Confiserie. Wie seinerzeit Phönix aus der Asche trat auch SAWADE an, den Markt erneut zu erobern. Wurden anfangs vom Firmeninhaber, dessen Frau und vier schulpflichtigen Kindern im Monat nur 100 bis 200 kg Pralinen hergestellt, die mittels Rucksack und per Fahrrad in Berlin zur Auslieferung gelangten, steigerte sich der Absatz bis zum Jahre 1967 durch Hinzunahme weiterer Produktionsstätten in Berlin-Schöneberg, Charlottenburg und Kreuzberg auf etwa 3.000 kg. Diese wurden dann schon mit 12 Mitarbeitern hergestellt und mit einem, wenn auch gebrauchten, Opel ausgeliefert. Alles verdiente und nicht zum Lebensunterhalt benötigte Geld wurde zur Anschaffung kleinerer Maschinen oder Geräte verwandt bzw. zurückgelegt. Deshalb und aufgrund des nimmermüden Fleißes, der außergewöhnlichen handwerklichen Geschicklichkeit und Kreativität - Kriterien, die auch bei der Mitarbeiteraus-wahl zugrunde gelegt wurden und werden - konnte 1972 der Grundstein für eine Fabrik auf eigenem Gelände im Gewerbegebiet Nord in Berlin-Reinickendorf gelegt werden. Hier wurde im Laufe der Zeit durch Anbau und Umbau die dezentralisierte Produktion zusammengefasst und effizienter und effektiver gestaltet. Heute stellen rund 80 fest angestellte Mitarbeiter, die in der Saison durch eine größere Anzahl befristet eingestellter Produktionshelfer unterstützt werden, täglich 1.000 bis 2.000 kg Köstlichkeiten her. Natürlich haben auch hier moderne Technologien in der Fertigung und bei der Verpackung Einzug gehalten, aber niemals wurden dafür, wie es vom Firmeninhaber unnachgiebig gefordert wurde und wird, die traditionell überlieferten Rezepturen den Maschinen zuliebe verändert. So werden heute noch Massen von Hand angerührt, der Krokant vom Meister persönlich ausgerollt, die feinen Linien,  Striche und Dekore zur Verzierung der Pralinés von gelernten Konfektmachern, Konditoren und den im Betrieb eigens geschulten Mitarbeitern in zumeist mühevoller Kleinarbeit, aber mit großem handwerklichem Geschick, ausgeführt. Selbst die Nüsse, Mandeln und Pistazien werden hier noch handverlesen und danach auf jeder einzelnen Praline angebracht. Was nicht bedeutet, dass nicht auf den sich wandelnden Geschmack eingegangen oder den höheren Ansprüchen der immer größer werdenden Kundenzahl Rechnung getragen wird. Neue Kreationen werden aber nur dann eingeführt, wenn sie sich in das Gesamtkonzept einfügen. Das verlangt Weitblick, Ideen, Geschmack, echtes Können, aber auch sorgfältiges Arbeiten und wahre Liebe zum Produkt. All dies können Schüler und Studenten bestätigen, die nach ihrem Praktikum begeistert und traurig zugleich das Haus wieder verließen; und es soll schon vorgekommen sein, dass der eine oder andere danach seinen Berufswunsch geändert hat. Doch alles Können  und jede Kreativität zur Erreichung außergewöhnlicher Qualität bleiben ungekrönt, wenn nicht auch edelste Rohstoffe Verwendung finden, die zudem geschmacklich aufeinander abgestimmt sind. Wie sonst sollte das feine Aroma einer Mittelmeermandel, der geschmacksgebenden Komponente bei dem SAWADE - Edelmarzipan, das im Übrigen eine reine Rohmasse ist und ohne weiteren Zuckerzusatz verarbeitet wird, besser in Szene gesetzt werden als durch eine erlesene Schweizer Edelbitter-Kuvertüre für den Schokoladenüberzug.

SAWADE - Pralinés werden nach wie vor getreu der von Ulrich Spengler aufgestellten Qualitätsmaxime hergestellt: Ich gebe lieber einen EURO mehr aus, um dafür die besten Zutaten für die Pralinés verwenden zu können, denn schließlich produziert SAWADE nicht für den Massenkonsum, sondern eher für ausgesprochene Feinschmecker." Neben frischer Butter, Sahne und anderen naturbelassenen Rohstoffen werden auch hochwertige Spirituosen wie original Jamaika-Rum, Batavia-Arrak, edle Weinbrände und Liköre zur geschmacksbildenden Verfeinerung der Pralinés eingesetzt. Gleichsam wird eine Verlängerung der Produkthaltbarkeit erzielt, da man ja auf jegliche Konservierungsstoffe verzichtet.

Von jeher haben erlesene Qualität und hoher manueller Fertigungsaufwand natürlich ihren Preis und erklären, dass SAWADE - Spezialitäten im oberen Preissegment angesiedelt sind.

Außergewöhnliche Qualität verlangt Frische. Deshalb werden die Erzeugnisse ausschließlich an den national ansässigen Süßwarenfach- und fachorientierten Einzelhandel, wie Konditoreien, Delikatessen- und Feinkostgeschäfte, verkauft, und zwar oft aus der tagesfrischen Produktion, wobei die Lieferung von Haus zu Haus in garantiert geschlossener Kühlkette erfolgt.

Obwohl sich das Sortiment im Laufe der Jahre gewandelt hat, das Programm zugunsten höherer Qualität und Perfektion gestrafft wurde, werden heute noch mehr als 200 Artikel hergestellt, die ausnahmslos jeden individuellen Geschmack berücksichtigen.

Lassen Sie sich von SAWADE - Pralinés und Spezialitäten verführen und vielleicht entdecken auch Sie einen Genuss der etwas anderen Art neu oder wieder. 

                          SAWADE
wünscht Ihnen Bon Appétit " !

Wenn schon, denn schon....feinste SAWADE Pralinen aus Meisterhand Seit 1880